Modell-Bahn
Module-Segmente-Diorama
allgemeine Aussagen
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Da es zuweilen nicht ganz deutlich ist, was ist was, hier einmal eine Beschreibung der Elemente. Die Suche im Netz bringt dazu eine Reihe von Meinungen, die ohne Kommentar dargestellt werden.

Module

Nach: http://www.nexusboard.net/

" Module sind Teilstücke einer Anlage die an Ihrer Gleisseite ein genormtes Kopfstück haben wo sich das Gleis an immer der gleichen Stelle befindet. Aus diesem Grund sind diese Teile frei untereinander tauschbar. Z.B. Modul 1,2,3,4,5 oder 3,1,4,5,2 oder halt sonst wie.
Das Einzige was bei Modulen genormt ist, ist das Kopfstück. Dafür kann man sich eine eigene Norm, so wie ich, erschaffen oder man greift auf eine schon bestehende Norm Wie Nordmodul, Wuppermodul, Swissmodul oder Fremo Modul zurück wobei der Vorteil der Fremo Module darin liegt, dass man an deren Treffen mit seinem eigenen Anlagenstück teilnehmen kann und ein ganze Turnhalle mit Moba füllt.
Als Beispiel:
http://www.morop.org/de/normes/nem900_d.pdf

Weitere Vorteile der Modul und Segmentbauweise sind nicht nur der leichtere Transport auch die das Bauen an sich finde ich einfacher. Der Kasten liegt auf meinem Werktisch und kann ohne recken und strecken oder bücken daran arbeiten. Man kann alles besser sehen, weil näher dran und aus verschiedenen Blickwinkel sehen. Für die Elektrik kommt der Kasten hochkant und alles ist im Blick. Ein Unschätzbarer Vorteil liegt aber im Verändern. Gefällt mir ein Stück nicht, nehme ich das Teil raus und baue das neu und nicht die ganze Anlage.

Das Erfolgserlebnis ist sofort da. "

 

http://www.mec-stetten-donau.de/nord_modul.pdf fragt:

" Was ist eigentlich eine Modulanlage ?

Es geht dabei typischerweise um eine transportable Großanlage, zusammengesetzt aus einer unbestimmten Anzahl einzelner Elemente. Der Trick an der Sache ist, dass der Übergang zwischen den Elementen - der sogenannte "Modulstoß" - nach einheitlichen Richtlinien gestaltet, also genormt ist. Hierdurch ist es möglich, sämtliche Module - auch verschiedener Eigentümer - freizügig miteinander zu kombinieren und in beliebiger Reihenfolge zusammenzustellen.
Diese Bauweise bietet große Vorteile: Nicht nur, dass die Anlage - zerlegt in ihre Einzelteile - verhältnismäßig leicht zu transportieren ist; sie kann auch individuell den unterschiedlichsten Räumlichkeiten angepasst, d.h. in praktisch jedem Raum ausgebaut werden. Zudem ist es natürlich auch interessant, die Anlage in immer wieder neuen und anderen Konfigurationen zu sehen.

Der Modulstoß ...
Um diese Freizügigkeit zu erreichen, ist es notwendig, für die folgenden Bauteile allgemein verbindliche Festlegungen zu treffen:
Modulkasten-Stirnbrett (Geländeverlauf am Modulstoß, mechanische Verbindung, Festlegung der Höhenlage über Fußboden) Gleise(Gleissystem, Gleislage, Gleismittenabstände) Elektrischer Anschluss (Stromsystem, Steckersystem und Steckerbelegung)

... und was dazwischen liegt
So streng die Normung des Modulstoßes auch sein mag, was zwischen zwei Modulstößen liegt, ist einzig und allein den Vorstellungen und Wünschen des Erbauers überlassen. Weder in Bezug auf die Größe oder Form des Moduls, noch auf Streckenverlauf, Motivauswahl oder Gestaltung gibt es hier irgendwelche Richtlinien oder einengende Vorschriften. Ob die Strecke gerade oder in einer Kurve geführt wird, ob das Modul nur einen halben oder zwei Meter lang ist, ob eine Stadt, eine ganze Industrielandschaft oder lediglich ein Stück grüne Wiese dargestellt wird - erlaubt ist, was gefällt. "

 

Bei: http://www.coletta.de/tef gibt es folgende Beschreibung:

" Module sind Stücke einer Anlage, die so gemacht sind, dass sie mit anderen Stücken (fast) beliebig kombiniert werden können. Das wichtigste Kriterium ist daher die Stirnseite (Modulende), das einer bestimmten Norm entsprechen muss, damit diese freien Kombinationen möglich sind.

Es gibt nun verschiedene Normen für Module, die ein Modulbauer für sich selbst definieren kann oder die in einer Gruppe von Modulbauern vereinbart werden, sodass alle Module dieser Gruppe zu Anlagen (Arrangments) zusammengesetzt werden können.

Ich habe für mich eine "Norm" entworfen, in der ich (bisher) meine Module baue, die an die FREMO-Norm angeleht ist. Da ich bislang der einzige TRIX-EXPRESS-Modulbauer war, war diese Norm also nur für mich maßgebend. Und ich habe große Freude damit, diese Module verschieden zusammengesetzt aufstellen zu können um darauf Fahrbetrieb zu machen. "

 

Nach:
"Die Entstehung einer Modellbahn im Maßstab H0e (Schmalspur) auf Segment- und Modulbasis"
http://www.af-online.info

" Ein Modul kann vielerlei sein:


Charakteristisch für einen Modellbahnbetrieb auf Modulen ist:

Allgemeine Baugrundsätze sind:
"

 

http://www.modellbahn-traumanlagen.de/

Mit Modulen kann man " : Modellbahnanlage bauen in wenigen Tagen

ist daher mein Ansatz! Eine Grund-Idee muss leicht und schnell umsetzbar sein, dabei aber trotzdem originell und überzeugend. Zudem ist der Zeitfaktor knapp bemessen. Modellbahn ist ein Hobby für die Tage um Weihnachten, wenn es, oft unter Beteiligung der gesamten Familie, genug lange Winter-Abende zum Basteln gibt. Nach ein paar Tagen für das Gröbste (Gleise verlegen, Landschaft bauen, Elektrik) muss der Zug rollen; denn sind die Ferientage vorbei, wird wieder abgedeckt. "

 

Symbolisch dargestellt gilt also:

Sie haben die gleichen Stirnseiten, jedoch kann die Länge beliebig sein.
Daraus folgt dann, dass sie beliebig zusammen gesetzt werden können. Auch drehen ist möglich, es passt wieder.

    Nicht dargestellt, ist der Verlauf der Schienen insbesondere an den Stirnseiten. Wird das Drehen eines Moduls zugelassen, dann müssen die Schienen in der Mitte liegen.

Nach der Definition spielt der Verlauf des Moduls zwischen den Stirnseiten keine Rolle - also ist auch das nebenstehende Gebilde ein Modul.

Genau genommen, ist dann eine Schiene auch ein Modul, ein sehr verkümmertes, denn es gibt Schienen unterschiedlichster Länge, haben aber das gleiche Anschlussbild und können beliebig herum in beliebiger Reihenfolge zusammengesetzt werden. Nur mit der Landschaft funktioniert es nicht.
Schienen mit Schotterbettdarstellung, z.B. Märklin C-Gleis, sind eigentlich schon Module


Segmente

" Segmente sind Teilstücke einer Anlage die nur in einer festen Reihenfolge aneinander gesetzt werden können. Also nicht Tauschbar. "
Nach: http://www.nexusboard.net//

" Segmente sind Teile einer Anlage, die nur in einer bestimmten Weise zusammengesetzt werden können, da sonst die Übergänge nicht passen. "
Nach: : http://www.coletta.de/tef/

Symbolisch dargestellt sieht das so aus:

Sie können nur in der vorgesehenen Reihenfolge zusammengebaut werden. Das Ergebnis kann also eine ganze Anlage sein, aber auch, wie dargestellt, ein Modul. Letzteres ist sinnvoll, wenn man größere Bahnhöfe baut, die können nicht anders zusammen gesetzt werden!


Diorama

Was ist denn nun in diesem Zusammenhang ein Diorama?

Einfach übersetzt nach:
      http://de.thefreedictionary.com/Diorama
ist ein Diorama ein:

      dreidimensionales Schaubild

 

Bezogen auf die Modelleisenbahn definiert:

http://de.wikipedia.org/wiki/Modelleisenbahn

" In dieser Tradition steht auch die Verwendung des Wortes Diorama im Modelleisenbahnbau. Dabei wird nicht eine gesamte Anlage gestaltet, sondern nur Einzelteile, die auch außerhalb des Gleisbereichs für eine landschaftliche Illusion sorgen sollen und detailreiche Szenen darstellen. Durch modularen Modellbahnbau entstehen so sehr detailgetreue Anlagen. "

Diorama kann also alles sein:
      ein Segment
      ein Modul oder gar
      eine ganze Anlage

 


Verbindung der Module

Da wir uns zunächst nur mit Modulen beschäftigen und daraus eine Anlage bauen wollen, interessiert uns nur deren Verbindung.
Aus den Darstellungen heraus kann man sehen, dass es eine mechanische und eine elektrische Verbindung geben muss. Nimmt man als Beispiel die Schienen, so erfolgt hier über Steckverbinder eine mechanische und elektrische Verbindung der "Module". Das funktioniert nicht bei größeren und auch schwereren Modulen, hier bedarf es einer sehr guten belastbaren mechanischen Verbindung und einer weiteren elektrischen Verbindung.

Mechanische Verbindung
Um ein exaktes Fahren der Modellbahn von einem zum anderen Modul zu gewährleisten, sollten die Schienen der beiden Module auch exakt aneinander passen. Trotz größter Sorgfalt bei der Herstellung der Verbindungen, treten kleine Abweichungen auf. Um auch kleine Justierungen vornehmen zu können und dann im Ergebnis eine für die Zeit des Aufbaus der Anlage unverrückbare Verbindung zu erhalten, wird eine Frontfläche mit definierten Verschraubungsmöglichkeiten definiert. Damit alles sehr stabil bleibt, werden die beiden Frontflächen jedes Moduls mit gleich hohen Seitenbrettern verbunden - man erhält einen Kasten. Wie nun die Frontflächen aussehen, kann man für "sein" Modulsystem selbst festlegen. Will man hingegen mit anderen Leuten eine gemeinsame Anlage aufbauen, braucht man eine gemeinsame Norm, oder man benutzt eine schon vorhandene, z.B. die für H0e-Module:
      http://www.h0e-online.de/H0enorm.htm

Die Module müssen auch irgendwo aufgestellt werden. Dazu werden meist an dem Kasten Beine angebracht und die Modul-Oberkante bekommt so eine genaue Höhe, das wird auch in der Norm festgelegt:

Elektrische Verbindung
Da die Schienen auf dem Modul ohne jegliche Steckverbinder enden, ist auch nicht anzunehmen, dass es über diesen Weg eine elektrische Verbindung gibt, die wird extra verlegt. Aber auch hier muss es logischer weise Festlegungen geben. Die H0e-Norm legt folgendes fest:

Es werden zwei Leitungspaare auf dem Modul verlegt, das eine wird mit den Schienen verbunden. An den Enden gibt es zur Kopplung Bananenstecker und -Buchsen.
Steht das Modul auf Beinen, können die Verbindungsleitungen unter den Frontbrettern zum nächsten Modul geführt werden. Sollen hingegen die Modul-Kästen auf einem Tisch oder dem Boden stehen, braucht es größerer Löcher in den Frontflächen zum Hindurchführen der Leitungen.

 

Weitere Überlegungen zu Modulen und deren Verbindung

Holzeisenbahn
Interessant sind auch Holzeisenbahnsystem wie "Brio" oder "Eichhorn" (Bilder von Brio):

Um variable Verbindungen zu gestalten, muss genau in der Mitte ein Zapfen angeordnet werden, wie bei BRIO, jedoch werden die Stücke von oben oder unten benutzt!
Das geht bei unseren Modulen natürlich nicht. Die Verbindung muss genau wie bei Schienen funktioniert, im symmetrischen Abstand zur Mitte muss auf einer Seite ein Zapfen und auf der anderen Seite das Gegenstück sein, das ist die Voraussetzung dafür, dass die Module beliebig gedreht und eingebaut werden können!

Bei Brio geht das teilweise nicht, es bedarf einer anderen Weiche, deren Zapfen anders angeordnet sind, um diese Verbindung herzustellen. Diese Elemente sind nach Definition eigentlich keine Module.

 

Ein Modulsystem

Bei www.af-online.info/meb/modulbau/modulsystem.htm wird ein Modulsystem vorgestellt, das vom Gestaltungsaufwand her, über dem "Modul Schiene", aber weit unter den zuvor beschriebenen Modulen liegt. Es sind nach Definition Module, die ja sogar eine kleine Landschaftliche Gestaltung zulassen. Die Zielstellung ist ja, schnell zu einer fahrbereiten variablen Anlage zu kommen. Und es lässt sich alles auf sehr kleinem Raum verstauen.
Nicht jeder hat die räumlichen Möglichkeiten fest eine Anlage aufzubauen. Interessant ist die Verbindung der Module. Mittels bestimmter angeordneter Zapfen wird eine stabile Verbindung der Module erzeugt. Das gilt auch für die elektrische Verbindung. Die Schienen werden dann auf diesen Platten aufgeschraubt.

Nach Modellbahn Andrej Fraissl: Modulsystem Compact760:
www.af-online.info/meb/modulbau/modulsystem.htm
"

Nachdem nun schon einige Leute die Beschreibung dieses Modulsystems gelesen haben, möchte ich kurz auf die Reaktionen eingehen und zum Nachdenken anregen.
Im Folgenden einige Aussagen anderer Modellbahner zu diesem Modulsystem:

Gut. Jedem seine Meinung. Aber ...
Dazu nochmals ein kleiner Auszug aus der Zielsetzung:

  • Wenig Platzbedarf
  • Schneller Aufbau
  • Vorgesehen für Betriebsanlagen mit wenig Landschaft
  • Einfache Konstruktion

Dieses System ist geeignet für alle, die schnell, einfach und günstig zu H0e-Modulen kommen wollen. Dieses System ist nicht mit anderen Normen wie Modul760 oder Fremo vergleichbar, es verfolgt auch andere Zielsetzungen !

Damit ist eigentlich alles gesagt... Das Problem bei den Modellbahnern ist aber häufig die Toleranz. Ein gutes Beispiel dafür ist die Fremo-Gemeinde, die teilweise jeder Niete nachrennen. Wenn sie es wollen, ich habe kein Problem damit. Wenn jemand jede Weiche selber baut und jeden Schienennagel selber einschlägt und es ihm Spaß macht, dann soll er's machen. Andere lassen ihre Kleinbahn-Fahrzeuge im Kreis fahren weil es ihnen gefällt. Warum auch nicht ? Oder eine Vermischung der Epochen auf einer Anlage weil eben alle Fahrzeuge so toll aussehen. Wo liegt das Problem?

Wenn jeder das macht, was ihm gefällt ist es doch in Ordnung. Nur sollte das auch von anderen Modellbahnern akzeptiert werden, da es verschiedene Standpunkte zum Thema Modellbahn gibt. Und eben diese nötige Toleranz vermisse ich leider manchmal. Also, um nochmals zu Compact760 zurückzukommen: Besser dieses System als ein anderes, bevor man nichts macht (aus welchem Grund auch immer)...

Das wichtigste an diesem Hobby ist wohl daran Freude zu haben, wie auch immer man das auch umsetzt. Und noch besser ist es, wenn man das Interesse an diesem Hobby mit anderen teilen kann die die notwendige Toleranz haben um auch "andere" Ideen zu akzeptieren.

Und noch ein Aufruf an alle Kritiker: Kritik ist immer gut, aber sie sollte auch konstruktiv sein! "

Bevor man diese Anordnung bemeckert, sollte man die Modul-Definition kennen. Und leider nicht jeder der von der Modelleisenbahn begeistert ist kann sich in seiner Wohnung einen Modellbahnkeller oder -Zimmer leisten, deswegen kann er doch Modelleisenbahnfan sein!

 

Eine weitere Meinung:

    http://www.ferromel.de/bahn.htm

" Hallo, ich bin Vilem, schon etwas älter und leicht angestaubt

Die Website widmet sich überwiegend meiner Modell-Eisenbahn (Spur Z), gebaut mit Spielzeug aus Überraschungseiern, .

Auf den folgenden Seiten möchte ich meine Modelleisenbahn-Anlage vorstellen. Das Besondere an dieser Anlage ist: Alle Schienenfahrzeuge, Lokomotiven und Waggons stammen aus Überraschungseiern des Süßwarenherstellers Ferrero. Auch Autos, Häuser, Bäume und Tiere aus dem Ei wurden zur Ausgestaltung der Anlage verwendet.
Die Anlage basiert auf dem Miniclub-Modellbahn-System von Märklin. Dessen Spurweite beträgt 6,5 mm, entsprechend einem Maßstab 1 : 220 (Spur Z). Auf einem selbstgefertigten Zweispur-Gleis (Dreischienengleis) können auch die Fahrzeuge aus dem Ei mit den Original-ÜEi-Radsätzen, deren Spurweite 9 mm (Spur N) beträgt, fahren.
Natürlich genügt das Spielzeug aus dem Ei als Phantasieprodukt hinsichtlich Modelltreue nicht den hohen Ansprüchen der meisten Modellbahner. Und ich weiß, dass ich mit meiner Modelleisenbahn aus dem Ei bei den gelegentlich sehr intoleranten "Nietenzählern" und "Maßstabsfetischisten" nicht "gesellschaftsfähig" bin. Das berührt mich jedoch nicht, denn ich meine, dass nicht nur die detailgetreue Nachbildung eines Vorbildes sondern auch phantasievolle Kreativität den Zauber einer Anlage ausmachen kann. Dieser Meinung waren auch viele Besucher auf der Internationalen Modellbahnausstellung Stuttgart 2000, zu der ich eingeladen war, meine kleine Anlage erstmals auszustellen. Sie fand dort reichlich begeisterten Publikumszuspruch.
"

(Bild von "Vilem")

Übrigens, die Seiten von "Vilem" haben mich sehr angeregt, auch Fahrzeuge aus den unterschiedlichsten Spielzeugangeboten zum Fahren auf einer Anlage zu bringen (z.B. Umbau GNOMY-Bahn oder weitere ), oder auch Bedienelemente unsichtbar in einer Landschaft zu verstecken (z.B. Modul Kieswerk - Bedienung )!
Das ist mir bei Weitem nicht so gut gelungen wie "Vilem", aber man kann ja noch üben.

 

Und noch ein weiteres interessantes Projekt

Dieses Projekt hat eine völlig andere Zielstellung, hier geht es um Rangieraufgaben auf äußerst kleinem Raum.
Unter http://www.karzauninkat.com/bahn/timesaver-spurnull.html
findet man ebenfalls interessante Ideen zu Modulen, bzw. Segmenten. Zielstellung ist:

Modelleisenbahn Rangierspiel "Timesaver"

Kleines Bauprojekt, großer Spielspaß
Ein Timesaver ist eine kleine Modellbahnanlage, die nur zum Rangieren gedacht ist. Auf einer mehr oder weniger großen Fläche sind ein paar Weichen und einige Abstellgleise angeordnet.
Den Timesaver hat sich der Amerikaner John Allen im Jahre 2000 als "Shunting Puzzle", als "Rangier-Rätsel" ausgedacht.

Und das wurde dort aufgebaut - das ist sehr interessant und es sind Module und Segmente.

(Bild von John Allen)

Interessant ist, dass auf dieser kleinen Fläche auch eine Landschaft aufgebaut wurde (kann man auch Bilder zur Entstehung sehen).


Meine Modul-Idee

Das Konzept von Modulen wird eingehalten, es gibt normierte Frontseiten, die Einbaulage soll beliebig sein und sie sollen möglichst klein sein, damit sie im Ruhefall wenig Platz brauchen.
Module sollten es sein, damit etwas Landschaft aufgebaut werden kann. Jedoch gibt es zu den bisherigen Aussagen weitere Festlegungen:

Als Basis wird ein möglichst kleines Quadrat festgelegt. Nun kann das aber nicht beliebig klein sein, es soll ja eine Funktion erfüllen:
      Auf diesem Teil soll mit dem gewählten Schienensystem ein Viertel-Kreis
      mit einer Abzweigung möglich sein.
Mit weiteren Festlegungen sollte nun die Größe eines entsprechenden Quadrats möglich sein:

     

Weiterhin wird festgelegt, dass eine Teilung des Quadrats in Halbe- und Viertelteile zulässig ist (Quadrat - Grund-Modul; halbes Quadrat -Halb-Modul (z.B. Kieswerk); Viertel-Quadrat - Viertel-Modul (z.B. Bahnübergang oder Brücke ). Die Schiene soll beim Viertelteil genau in der Mitte liegen - damit sind nun die Längen der Seiten bestimmbar (siehe Geometrie).

Grundgedanke ist, die Module zu einer kompletten Anlage zusammen stecken zu können.

     

Die neuen Probleme sind sofort sichtbar, die Landschaft muss sich auf einem Modul "abspielen". Ein Berg über mehrere Module macht aus diesen Segmente, da nun die Reihenfolge festgelegt ist.
Auf den Modulen sollte folgende Gleisanordnung möglich sein:

 

(auf einem Halbmodul kann man natürlich auch 2 gerade Gleise verlegen und auf einem Grundmodul 4 Gleise - natürlich im entsprechenden Abstand)
Das letzte Modul ist ein Sondermodul, es ist von einem Viertel-Modul von der Länge ein Viertel. Warum man diese unbedingt braucht, ist unten in den Beispielen gezeigt.

Damit kann man sich nun die verschiedensten Anordnungen ausdenken:

    Im Gegensatz zur allgemeinen Modulbeschreibung, ist nun auch ein Kreisverkehr möglich. Probleme gibt es, wenn beispielsweise ein Bach quer auf einem Viertel-Modul verläuft und die im letzten Bild gezeigte Anordnung neben dem Viertel-Modul ein weiteres Modul hat, hier ein Halb-Modul, dann endet der Bach an der Seitenwand dieses Moduls. Man ist also doch nicht ganz frei in der Anordnung der Module!

   

Die folgende Anordnung zeigt mehrere Besonderheiten:

   
  • es können auch Module mit n-facher Länge, wie beispielsweise das "Bahnhofsmodul BM1" mit einbezogen werden. Was auf dem Modul passiert ist egal, Hauptsache die Gleise enden an der vorgeschriebenen Stelle auf dem Modul.
  • es können weitere Sondermodule, in diesem Fall kürzere, notwendig sein (siehe Sondermodule)
  • es entsteht eine Wendeschleife, entsprechende Steuerungen sind notwendig

Und nun noch eine andere Anordnung der Module zu einer größeren Anlage:

    Die Anlage braucht nun schon 20 Module und ist etwa 3,59m x 2,65m groß. Insbesondere fällt auf, dass 3 Sondermodule gebraucht werden. Das passiert immer, wenn Bögen entgegengesetzt aneinander gefügt werden, es gibt dann einen Versatz von genau 156mm, der Breite eines Viertel-Moduls.
Für die Sondermodule kann man spezielle Teile konstruieren, ich habe dort Brücken eingesetzt. Und es gibt nur die viertel Teile eines Viertelmoduls (man kann ja auch zwei hintereinander anordnen).
Ein Problem gibt es am Viertel-Modul oben links. Von der Geometrie passt das so, aber an den Enden gibt es immer feste Verbindungsschrauben, die stören nun!
Die Lösung wäre, man baut sie ab, oder man bohrt von der Seite Löcher in das Viertel-Modul.
Eine Erweiterung der Anlage erfolgt unten links, durch einen Bahnhof, erstellt auf der Länge von 2 Halbmodulen, das sind Segmente, gesamt aber ein Modul:

Gebraucht werden nun aber zwei weitere Sondermodule (unten).
Man kann aber auch durch Eisatz anderer Module diese wieder sparen:

Ein besonderes Problem ergibt sich aus der zentralen elektrischen Steuerung dieser Anlage (Weichen, Signale, abschaltbare Fahrbereiche usw.). Dafür gibt es eine spezielle Beschreibung Modul-Elektronik
(http://www.u-r-rennert.de/bahn/module/mod_elek1/mod_elektrik1.htm).
Aus den bisher genannten Festlegungen musste eine räumliche Struktur für die Module entwickelt werden.

 

Folgende räumliche Struktur wird vorgesehen.

Das Steuern von elektrischen Geräten, wie z.B. Weichen, Signalen, Lampen, der Fahrstrom usw. erfordert das Verlegen von elektrischen Leitungen, diese auf der Oberfläche verlegt, würden das gesamte Konzept zu Nichte machen. Zweckmäßig ist deshalb, die Gleise auf "Kästen" zu verlegen (digital ginge das auch über die Schienen, aber der Weichenantrieb sollte unter die Platte). Eine Modul-Verbindungsstelle (Stirnseite) für ein Viertelmodul könnte dann folgendes Aussehen haben (weitere Informationen zu diesem Modul-System findet man unter Modul-Geometrie
(http://www.u-r-rennert.de/bahn/module/mod_geom/mod_geom.html)):

Unter der eben genannten Beschreibung zur Modul-Geometrie kann man die Wahl der Maße (der Breite) exakt nachvollziehen.